Ihr unabhängiger Versicherungsberater
im Städtedreieck Bremen - Oldenburg - Osnabrück

Spezialist für Renten- und Lebensversicherungen

Wir helfen Ihnen als unabhängiger Versicherungsberater für Lebens- und Rentenversicherungen bei der Entscheidung, ob Sie eine Versicherung weiterführen oder auflösen sollten. Mit einem Team aus Versicherungsmathematikern und Juristen überprüfen wir Ihre Vertragsunterlagen und ermitteln das beste Vorgehen für Sie. Auch bei schwierigen Fällen und Problemen gelingt es uns immer wieder, eine geeignete Lösung für unsere Mandanten zu finden.

Deutschlandweit tätig

Sie finden uns in Vechta, im Zentrum des Städtedreiecks Bremen, Oldenburg und Osnabrück. Wir bieten unsere Leistungen aber nicht nur in der Region, sondern deutschlandweit an. Viele unabhängige Versicherungsberater arbeiten für Kunden in ganz Deutschland. Ein persönliches Treffen für die Bearbeitung und Lösung der Fälle unserer Mandanten war bisher noch nie notwendig. Auch unsere Mandanten kommen daher aus allen Regionen Deutschlands.

Unabhängig & Neutral

Die Zahl&Recht GmbH steht für eine unabhängige und neutrale Beratung. Im Gegensatz zu Versicherungsmaklern und anderen Produktverkäufern haben wir kein Interesse daran, Ihnen Versicherungen zu verkaufen. Als Honorarberater sind wir unabhängig und werden bei unseren Empfehlungen nicht von Provisionen beeinflusst. Deshalb können wir auch von schlechten und unsicheren Verträgen abraten und unseren Mandanten so viel Geld einsparen.

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Zahlen, Daten und Fakten

Die Zahl&Recht GmbH ist eine unabhängige Versicherungsberatungsgesellschaft und hat eine Zulassung als unabhängiger Versicherungsberater nach § 34d Absatz 2 der Gewerbeordnung (GewO) bei der IHK Oldenburg.

1.777

Seit 1.777 Tagen unterstützen wir unsere Mandanten bei ihren Fragen zu Renten- und Lebensversicherungen. Durch jahrelange Erfahrung in diesem Gebiet wissen wir, welche Faktoren bei der Prüfung und Begutachtung von Versicherungsverträgen wichtig sind und beachtet werden sollten. So können wir die besten Lösungen für unsere Mandanten finden und am Ende auch gegenüber den Versicherungen durchsetzen.

1.066

Bei unserer Vertragsprüfung rekonstruieren wir den bisherigen Verlauf einer Versicherung und überprüfen den Vertrag auf versicherungsmathematische und juristische Unstimmigkeiten oder Ansatzpunkte. So konnten wir bislang die Probleme zu insgesamt 1.066 Lebens- und Rentenversicherungen lösen. Die Prüfung passen wir dabei individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Mandanten an.

1.521

Die Zahlen aus den Geschäftsberichten der Versicherer sind häufig entscheidend für die Frage, ob man eine Lebens- oder Rentenversicherung weiterführen oder auflösen sollte. Wir beurteilen die Solvenz, die Überschussbeteiligung und die gesamte Ertragslage der Versicherungen anhand der Daten aus den Geschäftsberichten. Bisher haben wir dafür 1.521 Geschäftsberichte von über 100 Lebensversicherern gesammelt.

37.896

Bei Schwierigkeiten mit Lebensversicherungen werden häufig versicherungsmathematische Berechnungen benötigt. Viele Fachanwälte und auch Verbraucherzentralen greifen daher bei ihrer Arbeit auf unser Fachwissen zurück. Mit Hilfe unserer umfangreichen Datenbanken haben wir dafür verschiedene Online-Rechner entwickelt, die tagtäglich im Einsatz sind. Bis heute wurden 37.896 Berechnungen mit unseren Online-Rechnern durchgeführt.

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Unsere Schwerpunkte

Als unabhängiger Versicherungsberater haben wir uns auf die Überprüfung und Bewertung von Renten- und Lebensversicherungen spezialisiert.

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Versicherungsberater, Versicherungsmakler oder Versicherungsvertreter?

Wer sich bei Versicherungsfragen unabhängig beraten lassen möchte, landet oftmals erst bei einem Versicherungsvermittler und nicht bei einem Versicherungsberater. Der Grund hierfür lässt sich schnell erkennen, wenn man sich die Statistik der Registrierungen der einzelnen Berufe ansieht.


Berufsbezeichnung Anzahl
Versicherungsvertreter 146.015
Versicherungsmakler 45.962
Sonstige Vertreter und Makler 5.134
Versicherungsberater 326

Statistisch gesehen stehen damit ca. 600 Versicherungsvermittler nur einem einzigen Versicherungsberater gegenüber.


Versicherungsvermittler kurz erklärt:

Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler werden zusammen als Versicherungsvermittler bezeichnet. Wie der Name schon vermuten lässt, besteht das Ziel beider Berufsgruppen darin, Versicherungen an ihre Kunden zu vermitteln.

Der Versicherungsvertreter ist immer an eine oder mehrere Versicherungsgesellschaften gebunden und vermittelt lediglich deren Produkte an seine Kunden weiter. Während der gebundene Versicherungsvertreter (oder Ausschließlichkeitsvertreter) nur die Produkte einer bestimmten Versicherungsgesellschaft an seine Kunden verkauft, arbeitet der Mehrfachvertreter für mehrere Versicherungsunternehmen gleichzeitig.

Der Versicherungsmakler hingegen ist nicht fest an einen oder mehrere Versicherer gebunden. Genau wie der Versicherungsvertreter verkauft er aber Versicherungen und wird von den Versicherungsgesellschaften für seine Arbeit bezahlt.

Als produktakzessorische Vertreter und Makler werden beispielsweise Autohäuser, Optiker und Versandhändler bezeichnet, die zusätzlich zu ihren eigenen Produkten Versicherungen verkaufen.


Quelle:

Was ist ein unabhängiger Versicherungsberater?

Versicherungsberater sind unabhängige Rechtsberater, die auf privatrechtliche Versicherungsverträge spezialisiert sind.


Nach § 34d Absatz 2 der Gewerbeordnung (GewO)
ist Versicherungsberater, wer …

  • … seinen Auftraggeber bei der Vereinbarung, Änderung und Prüfung von Versicherungen oder im Schadensfall rechtlich berät.
  • … seinen Auftraggeber gegenüber Versicherungsunternehmen außergerichtlich vertritt.
  • … für seinen Auftraggeber ohne Provision oder ähnliche Zuwendungen die Vermittlung oder den Abschluss von Versicherungen übernimmt.

Versicherungsberater dürfen keine wirtschaftlichen Vorteile von Versicherungen annehmen oder in sonstiger Weise von Versicherungsunternehmen abhängig sein. Man spricht daher auch vom unabhängigen Versicherungsberater.

Im Gegensatz zum Versicherungsvermittler ist der Versicherungsberater nicht finanziell darauf angewiesen, Produkte zu verkaufen. Dementsprechend kann er auch dazu beraten, ob eine Versicherung überhaupt sinnvoll ist. Seine Empfehlung kann der Versicherungsberater neutral und unbefangen abgeben. Daher wird er umgangssprachlich auch als neutraler Versicherungsberater bezeichnet.

Aufgrund der Möglichkeit, frei von Abhängigkeiten und Interessenkonflikten tätig zu sein, wird er zudem häufig als freier Versicherungsberater bezeichnet.

Was macht ein unabhängiger Versicherungsberater?

Die Arbeits- und Einsatzbereiche eines unabhängigen Versicherungsberaters können sehr unterschiedlich sein. Neben Versicherungsberatern, die allgemein zu allen Versicherungsfragen beraten - in etwa so wie ein Hausarzt in der Medizin - gibt es auch Versicherungsberater, die sich auf einen bestimmten Bereich wie Sach- oder Personenversicherungen konzentrieren. Man könnte das entsprechend mit einem Chirurgen vergleichen.

Analog zur Medizin, in der es fachbezogene Spezialisten wie den Hirnchirurgen gibt, sind auch einige Versicherungsberater auf ein ganz bestimmtes Gebiet spezialisiert, wie beispielsweise dem Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung oder der Überprüfung von Lebens- und Rentenversicherungen.

Neben der rechtlichen Beratung darf ein Versicherungsberater seine Mandanten auch gegenüber Versicherungsunternehmen außergerichtlich vertreten. Die Tätigkeit eines Versicherungsberaters ähnelt damit mehr der eines Fachanwalts oder Steuerberaters als der eines Versicherungsvermittlers.

Was genau macht die Zahl&Recht GmbH?

Als unabhängiger Versicherungsberater haben wir uns auf die versicherungsmathematische und juristische Überprüfung von Lebens- und Rentenversicherungen spezialisiert. Wir bieten neben der Prüfung von laufenden Verträgen auch die Kontrolle von Auszahlungen an. Darüber hinaus erstellen wir zu verschiedenen Problemen und Fragestellungen versicherungsmathematische Gutachten und Berechnungen und übernehmen die außergerichtliche Vertretung gegenüber Versicherungen. Wir verkaufen oder vermitteln keine Versicherungs- oder sonstige Finanzprodukte.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Zahl&Recht GmbH ist unsere Kompetenz in den Kernbereichen: Versicherungsmathematik, Versicherungsberatung und Versicherungsrecht

Was ist ein Aktuar?

Ein Aktuar ist ein Versicherungsmathematiker der sich im Bereich der Altersversorgung, des Versicherungs- oder Bausparwesens mit der Modellierung, Bewertung und Steuerung von Risiken beschäftigt. Die meisten Aktuare sind Angestellte bei Versicherungsunternehmen. Es gibt allerdings auch einige freie Aktuare und Versicherungsmathematiker die als versicherungsmathematische Sachverständige arbeiten.

Im Gegensatz zu anderen unabhängigen Dienstleistern wie Rechtsanwälten oder freien Aktuaren, die in der Regel nur das Fachwissen in einem bestimmten Gebiet mitbringen, können wir durch unsere Expertise in allen drei Bereichen unsere Mandanten optimal beraten und so die besten Ergebnisse für sie erzielen.

Bei Problemen mit Lebens- und Rentenversicherungen unterstützen wir unsere Mandanten nicht nur bei der Korrespondenz, sondern übernehmen auch deren außergerichtliche Vertretung und setzen ihre Ansprüche direkt gegenüber den Versicherungsgesellschaften durch.

Kosten eines unabhängigen Versicherungsberaters

Versicherungsberater vereinbaren für ihre Dienstleistungen ein Honorar mit ihren Mandanten. Meist wird entweder ein fester Stundensatz oder ein Pauschalhonorar festgelegt. Auch Mischformen aus Stunden- und Pauschalhonorar können vorkommen.

Die Beratungskosten hängen unter anderem auch von den zusätzlichen Qualifikationen und Spezialisierungen des jeweiligen Beraters ab. Einige Versicherungsberater haben beispielsweise zusätzlich eine Zulassung als Rentenberater oder Rechtsanwalt.


Was kostet ein unabhängiger Versicherungsberater?

In Deutschland liegen die Kosten für einen unabhängigen Versicherungsberater je nach zusätzlicher Qualifikation und Spezialisierung zwischen 130,- Euro und 250,- Euro pro Stunde. Für Versicherungsberater gilt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Bei einem Pauschalhonorar richtet sich die Höhe im Regelfall nach der jeweiligen Dienstleistung und dem Umfang der Tätigkeit.


Wenn keine Vereinbarung über die Kosten mit einem Versicherungsberater getroffen wird, richtet sich das Honorar nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Urteil vom 06.06.2019, Aktenzeichen I ZR 67/18, entschieden, dass für unabhängige Versicherungsberater das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz anzuwenden ist und grundsätzlich kein Erfolgshonorar vereinbart werden darf.

Der § 34 RVG sieht für Verbraucher vor, dass bei einer mündlichen oder schriftlichen Erstberatung und auch bei einer Auskunft eine Erstberatungsgebühr in Höhe von maximal 226,10 Euro brutto (190,- Euro zzgl. 19% Umsatzsteuer) anfallen kann.

Die Kosten für die Beratung oder für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens ohne eine Kostenvereinbarung betragen nach dem RVG jeweils höchstens 297,50 EUR brutto (250,- Euro zzgl. 19% Umsatzsteuer).

Die meisten Versicherungsberater rechnen beim ersten Gespräch noch keine Gebühren oder Kosten ab. Bei vielen Rechtsanwälten kann das aber schnell mal passieren. Man sollte daher bei der Suche nach einem unabhängigen Versicherungsberater oder einem Rechtsanwalt entweder darauf achten, dass ein kostenloses Erstgespräch angeboten wird, oder sich direkt beim ersten Kontakt über die anfallenden Kosten informieren.

Quelle:

Welche Kosten fallen bei der Zahl&Recht GmbH an?

Das Erstgespräch ist bei uns immer kostenlos. In vielen Fällen lässt sich dabei schon das ein oder andere Problem lösen. Im Erstgespräch besprechen wir auch die Höhe der Vergütung, für den Fall, dass Sie sich für eine Zusammenarbeit mit uns entscheiden sollten. Nach dem Erstgespräch haben Sie die Möglichkeit, frei und in Ruhe zu entscheiden, ob Sie unsere Leistungen in Anspruch nehmen wollen.

Als unabhängiger Versicherungsberater arbeiten wir je nach Art und Komplexität der Tätigkeit gegen ein Honorar von in der Regel 165,- Euro bis maximal 190,- Euro pro Stunde. In fast allen Fällen arbeiten wir zusätzlich mit einer Kostenbegrenzung, sodass unsere Mandanten immer genau wissen, welche Kosten maximal anfallen können.

Die Kosten für die Vertragsprüfung eines gewöhnlichen Versicherungsvertrages liegen zum Beispiel bei maximal 495,- EUR (inkl. 19 % Umsatzsteuer). In den meisten Fällen können unsere Mandanten aber ein Vielfaches des Honorars durch unsere Tätigkeit einsparen oder zusätzlich von ihrer Versicherung erhalten.




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Unabhängige Versicherungsberatung ist als Bezeichnung rechtlich nicht geschützt

Viele Versicherungsmakler und andere Produktverkäufer werben mit unabhängiger Versicherungsberatung. Die Bezeichnung unabhängige Versicherungsberatung sagt aber erstmal nicht viel aus, da sie rechtlich weder klar definiert noch geschützt ist. In vielen Fällen versteckt sich dahinter ein Produktverkauf auf Provisionsbasis und keine unabhängige Beratung.

Honorarberatung oder Produktverkauf auf Provisionsbasis?

Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter locken gerne mit dem Angebot einer komplett kostenlosen Beratung. Für Kunden hört sich das erst einmal attraktiv an. Schaut man sich allerdings genauer an, wie Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter Ihr Geld verdienen, erkennt man schnell, dass die scheinbar kostenlose Beratung einen Haken hat.

Was ist eine Courtage?

Provisionen werden bei Versicherungsmaklern als Courtage bezeichnet. Größere Versicherungsmakler haben häufig die Möglichkeit, mit den Versicherungsgesellschaften individuell die Höhe der Courtage zu verhandeln.

Ein Versicherungsvermittler erhält in der Regel nur dann eine Vergütung in Form einer Provision oder Courtage, wenn er seinem Kunden erfolgreich eine Versicherung verkauft.

Die Beratung durch einen Versicherungsberater erfolgt gegen ein Honorar, das direkt vom Kunden bezahlt wird. Häufig liegt die Höhe des Honorars erheblich der unter der gezahlten Courtage, die ein Versicherungsmakler beim Abschluss einer Versicherung vom Versicherer erhält.

Interessenkonflikte sind bei Provisionsmodellen vorprogrammiert

Als Sachwalter des Kunden müsste ein unabhängiger Versicherungsmakler eigentlich die Produkte empfehlen, die zu der individuellen Situation und den Bedürfnissen des Kunden am besten passen. Auch Versicherungsvertreter dürften nur Produkte verkaufen, die den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Kunden entsprechen. Die für den Kunden besten und geeignetsten Produkte bringen allerdings selten die maximale Provision bzw. Courtage. Sollte der Kunde gar kein Produkt (mehr) benötigen, würde der Versicherungsmakler oder -vertreter sogar leer ausgehen.


Was bedeutet “Sachwalter des Kunden”?

Der Versicherungsmakler ist Sachwalter des Kunden. So hat es zumindest der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil aus dem Jahr 1985 entschieden. Gemeint ist damit, dass der Versicherungsmakler auf der Seite des Versicherungsnehmers stehen soll. Viele Versicherungsmakler führen dieses Urteil auch heute noch an, um darzustellen, dass sie die Interessen der Kunden vertreten würden.

Juristisch gesehen ist das auch richtig. Doch in der Praxis kommt es leider immer wieder vor, dass dieser Grundsatz von den Versicherungsmaklern wenig beachtet wird. So wird sich nicht immer nur an den Bedürfnissen der Kunden, sondern auch an der Höhe der Provision bzw. Courtage orientiert.

Zusätzlich kann die Beauftragung eines Versicherungsmaklers noch weitere Probleme mit sich bringen. So wird zum Beispiel der Versicherungsnehmer zur Verantwortung gezogen, wenn sein Versicherungsmakler (vorsätzlich oder nicht) falsche Angaben bei der Antragstellung macht und die Versicherung deshalb einen späteren Schaden nicht bezahlt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf und das Oberlandesgericht Saarbrücken haben diese Problematik bei der Beauftragung eines Versicherungsmaklers bereits gerichtlich bestätigt.

Quellen:

Die Höhe der Provision oder Courtage, die ein Versicherungsvermittler an einem verkauften Vertrag verdient, wird dem Kunden gegenüber nicht offengelegt. Die Kosten hierfür werden aber von den Versicherungsgesellschaften in den Versicherungsverträgen einkalkuliert und verteuern so die Beiträge. Auf Fragen bezüglich der Vergütung gehen Versicherungsvermittler nur sehr ungern oder gar nicht ein.

Wie hoch ist die Provision bei einer Lebensversicherung?

Die übliche Abschlussprovision bzw. Abschlusscourtage für eine Lebensversicherung liegt zwischen 2,5 und 5,5% der insgesamt in den Vertrag einzuzahlenden Beiträge. Laut den Ergebnissen einer Untersuchung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom Dezember 2019 entfielen rund 30% des Neugeschäftes auf Versicherungsvermittler, die über 4% an Provisionen erhalten haben. Einigen Vermittlern wurden im Jahresdurchschnitt sogar Abschlussprovisionen von mehr als 7% der Beitragssumme gezahlt.


Beispiel zur Höhe der Abschlussprovision

Bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung, die eine 35-jährige Person mit einer Laufzeit von 30 Jahren und einem monatlichen Beitrag von 200,- Euro abschließt, entsprechen 4% der Beitragssumme einer Abschlussprovision von 2.880,- Euro. Dagegen würden 7% der Beitragssumme zu einer Abschlussprovision von 5.040,- Euro führen.


Berücksichtigt man die Tatsache, dass die Beiträge für die meisten Lebensversicherungen gar nicht bis zum Ende der Laufzeit eingezahlt werden, würde sich der prozentuale Anteil der Abschlussprovisionen an der tatsächlichen Beitragssumme noch einmal beträchtlich erhöhen.

Quelle:

Wie hoch ist die Bestandsprovision bei einer Lebensversicherung?


Was ist eine Bestandsprovision?

Hat ein Kunde auf Empfehlung seines Versicherungsvermittlers einen Vertrag abgeschlossen, kann der Vermittler zusätzlich mit einer Bestandsprovision vergütet werden. Die Bestandsprovision wird dem Versicherungsvermittler in der Regel so lange gezahlt, bis der Versicherungsvertrag beendet ist oder keine Beiträge mehr bezahlt werden. Diese Form der Vergütung soll den Versicherungsvermittler dazu motivieren, sich auch nach dem Abschluss des Vertrages weiterhin um seine Kunden zu kümmern und zu gewährleisten, dass die Beiträge für die Versicherungen weiter gezahlt werden.


Neben der Abschlussprovision wird häufig zusätzlich eine Bestandsprovision oder eine ähnliche laufende Vergütung von den Versicherungsunternehmen an die Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler gezahlt.


Beispiel zur Höhe der Bestandsprovisionen

Bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung mit einem monatlichen Beitrag von 200,- Euro werden jährlich 2.400 Euro in den Vertrag eingezahlt. Eine Bestandsprovision von 2% des jeweiligen Beitrags würde damit zu einer zusätzlichen Vergütung von 48,- Euro im Jahr führen. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren wären das zusätzlich zur Abschlussprovision nochmal 1.440,- Euro. Insgesamt läge die Höhe der gesamten Provisionen bei diesem Beispielvertrag damit bei 4.320,- Euro bzw. bei 6.480,- Euro.

Die durchschnittliche Höhe lag laut den Ergebnissen der Untersuchung der BaFin vom Dezember 2019 bei ca. 0,9% der insgesamt in einen Vertrag einzuzahlenden Beiträge.

Wenn man berücksichtigt, dass die meisten Verträge nicht bis zum Ende der Laufzeit geführt wurden, dürften die Bestandsprovisionen und die sonstigen laufenden Vergütungen durchschnittlich bei über 2% des jeweiligen Beitrages liegen.

Quelle:

Das Provisions-Dilemma der Vermittler

Natürlich möchte jeder Versicherer, dass seine eigenen Versicherungsprodukte von Versicherungsvermittlern empfohlen und verkauft werden - und nicht die der Konkurrenz. Aus diesem Grund überbieten sich die Versicherungsunternehmen im Hintergrund gegenseitig mit der Höhe der Provisionen und Courtagen für die Versicherungsvermittler. Durch die verschiedenen Provisionsmodelle werden so die Empfehlungen der Versicherungsvermittler zum Nachteil der Kunden beeinflusst.

Zwangsläufig geraten Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter dabei in einen Interessenkonflikt zwischen ihrem persönlichen Interesse an einer möglichst hohen Vergütung und den Bedürfnissen ihrer Kunden.


Unabhängige Beratung gegen Provision?

Würden Sie zu einem Steuerberater gehen, der vom Finanzamt auf Provisionsbasis bezahlt wird und eine höhere Provision erhält, wenn Sie möglichst lange möglichst hohe Steuern bezahlen?

Es ist offensichtlich, dass bei dieser Art der Vergütung die Empfehlung eines scheinbar unabhängigen Versicherungsmaklers nicht immer auf das beste Produkt, sondern auch auf das Produkt mit der höchsten Provision bzw. Courtage fallen kann.

So lässt sich auch erklären, warum immer wieder viel zu teure und unnötige Versicherungen verkauft oder nicht beendet werden.

Honorarberatung ermöglicht eine unabhängige Beratung

Im Gegensatz zu Versicherungsvermittlern arbeiten Versicherungsberater auf Honorarbasis. Die Vergütung wird bei einer echten Honorarberatung unabhängig davon bezahlt, ob ein Vertrag abgeschlossen wird oder nicht.

Um Geld zu verdienen, müssen Versicherungsvermittler neue Produkte vermitteln oder bereits vermittelte Produkte im Bestand halten. Versicherungsberater hingegen beraten ihre Kunden unabhängig und neutral. Deshalb können Versicherungsberater auch von schlechten Produkten abraten oder empfehlen, keine (weiteren) Versicherungen abzuschließen.

Honorarvermittlung durch unabhängige Versicherungsmakler

Einige unabhängige Versicherungsmakler bieten ebenfalls Beratungen bzw. Vermittlungen gegen ein Honorar an. Versicherungsmakler nehmen häufig nur dann ein Honorar vom Kunden, wenn sie ihm erfolgreich einen Vertrag vermitteln konnten. Diese Form der Vergütung wird als Honorarvermittlung bezeichnet.

In dem sich der Versicherungsmakler vom Kunden vergüten lässt, macht er sich zwar unabhängiger von den Versicherungsgesellschaften - die Abhängigkeit vom Produktverkauf bleibt allerdings bestehen. Würde der Versicherungsmakler seinem Kunden bei einer Honorarvermittlung vom Abschluss eines (weiteren) Vertrages abraten, würde er für seine Tätigkeit keine Vergütung erhalten.

Wie und wann Versicherungsmakler überhaupt eine Beratung auf Honorarbasis anbieten dürfen, ist juristisch umstritten. Für die Kunden besteht aber die Gefahr, dass der Makler sich nicht nur mit dem Honorar seiner Kunden, sondern auch mit Courtagen von den Versicherungsgesellschaften bezahlen lässt.

Versicherungsberater sind gesetzlich zur Unabhängigkeit verpflichtet

Kunden, die sich an einen unabhängigen Versicherungsberater wenden, können auf die Objektivität seiner Beratung vertrauen, denn Unabhängigkeit ist eine Voraussetzung für die Zulassung als Versicherungsberater. Sie wird vom Gesetzgeber sogar explizit vorgeschrieben. Wer eine behördliche Zulassung als unabhängiger Versicherungsberater erhalten möchte, muss sich an die Regelungen des § 34d Absatz 2 der Gewerbeordnung (GewO) halten.


§ 34d Abs. 2 Satz 3 und 4 Gewerbeordnung (GewO)

„Der Versicherungsberater darf sich seine Tätigkeit nur durch den Auftraggeber vergüten lassen. Zuwendungen eines Versicherungsunternehmens im Zusammenhang mit der Beratung, insbesondere auf Grund einer Vermittlung als Folge der Beratung, darf er nicht annehmen.”


Nur der Begriff des Versicherungsberaters ist rechtlich geschützt und darf nicht ohne entsprechende Zulassung verwendet werden. Die Formulierung unabhängige Versicherungsberatung hingegen kann auch von Versicherungsvermittlern genutzt werden.

Bei dem Angebot einer unabhängigen Versicherungsberatung empfiehlt es sich daher, immer im Impressum nachzusehen, ob man es auch wirklich mit einem unabhängigen Versicherungsberater zu tun hat. Auf der Webseite www.vermittlerregister.info kann man überprüfen, ob sich hinter dem Anbieter nicht doch ein Versicherungsvermittler verbirgt.




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